Fenster zum Hof – was hat das mit Handtaschen zu tun?

Hanna 7 nach Feierabend

Hanna 7 nach Feierabend

Der Mai ist doch eigentlich der schönste Monat des Jahres. Normalerweise ist richtig Frühling und er ist gesegnet mit so vielen Feiertagen, dass man im Juni erst wieder lernen muss was eine Fünf-Tage-Woche überhaupt ist.

Da der Frühling in diesem Jahr unstet daherkommt, habe ich mir neben dem angedachten langen Spaziergang auch einen Plan B für die Feiertage zurechtgelegt. Plan B heißt in diesem Fall Lieblingsfilm gucken. Ein Vergnügen, dass ich mir nicht allzu oft gönne, denn sonst bin ich ihn womöglich bald über meinen Lieblingsfilm und das wäre schade. Mein Lieblingsfilm ist „Das Fenster zum Hof“ vom guten alten Hitchcock. Das ist schon ein älteres Schätzchen, aber ich bin fasziniert davon wie in diesem Film Spannung aufgebaut wird allein durch eine gute Geschichte. So ganz ohne Spezialeffekte, Laser-Schwerter oder 3D. Ich habe nichts gegen Laser-Schwerter, aber wenn´s mal ohne geht auch gut.

Für alle die die Handlung gerade nicht so präsent haben, fasse ich mal kurz zusammen worum es geht. Ein Fotograf, der von Berufs wegen normalerweise die Krisengebiete dieser Welt bereist, sitzt zu Hause und kuriert einen Beinbruch aus. Seine Freundin und eine Pflegerin betreuen ihn, da er das Haus nicht verlassen kann. Ihm ist langweilig und er starrt den lieben langen Tag aus dem Fenster zum Hof. Der Nachbar von gegenüber hat seine Frau ermordet. Durch Beobachtung, Recherche und Indizien findet der Kranke heraus was passiert ist und entlarvt schließlich den Täter.

Was hat das jetzt mit Handtaschen zu tun? Ein starkes Indiz, dass die Frau des Nachbarn nicht einfach nur verreist ist, ist ihre Lieblingshandtasche die am Bettpfosten hängt. Keine Frau würde schließlich ohne ihre Lieblingshandtasche verreisen. In diesem Punkt hat der Film bis heute Gültigkeit. Vielleicht mag ich den Film auch deswegen so gern. Jedenfalls bringt der Gedanke daran immer einen Hauch von Spannung in mein Leben, wenn ich meine Lieblingshandtasche an den Bettpfosten hänge. Und wenn ich aus dem Küchenfenster in den Hof sehe hoffe ich immer, dass alle gesund und munter  sind. Sollte das irgendwann mal nicht so sein, bin ich bereit jedes erdenkliche Verbrechen aufzuklären.

Ich wünsch Euch Sonne und alles Gute

Lisa-Marie Hoffmann